Der invasive und gebietsfremde Japankäfer kann grosse Schäden in der Landwirtschaft und in der Umwelt anrichten. Er ist melde- und bekämpfungspflichtig. 2025 wurde im Gebiet des Thunersee-Südufers um Spiez erstmals eine kleine Population des Japankäfers bestätigt. Zudem liegen die Oberaargauer Gemeinden Wynau, Roggwil und Schwarzhäusern in der Pufferzone eines Befallsherds im Kanton Solothurn.
Aktuelle Massnahmen
Befinden Sie sich im Befallsherd oder in der Pufferzone im Gebiet des Thunersee-Südufers um Spiez oder in den Oberaargauer Gemeinden Wynau, Roggwil und Schwarzhäusern? In diesen Gebieten gelten verbindliche Massnahmen für 2026:
Was ist der Japankäfer und warum ist er gefährlich?
Der gebietsfremde Japankäfer steht auf der Liste der gefährlichsten Schädlinge (sogenannte Quarantäne-Schädlinge). Sie können grosse Schäden in der Landwirtschaft und in der Natur verursachen. Die äusserst gefrässigen Käfer fressen Blüten, Blätter und Früchte von über 400 Pflanzenarten – darunter Reben, Obst, Mais, Bohnen und Spargeln. Die Larven («Engerlinge») leben im Boden und schädigen Gräser-Wurzeln, sodass Wiesen und Rasenflächen absterben und braun werden.
Ohne Gegenmassnahmen können die Schäden immens werden: Allein in der EU werden die potenziellen landwirtschaftlichen Schäden auf 2.4 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
Weitere Informationen: Häufige Fragen zum Japankäfer.
- Japankäfer: Als besondere Erkennungsmerkmale gelten die fünf kleinen weissen Haarbüschel auf beiden Seiten und zwei grössere am hinteren Körperende. (© Christian Schweizer, Agroscope)
- Vom Japankäfer geschädigtes Rebblatt im Tessin. Oft bleibt nur noch das Gerippe zurück. (© Kanton Bern)
- Erkennhilfe Japankäfer (© Fachstelle Pflanzenschutz des Kantons Tessin)
Japankäfer erkennen und melden
Sie haben einen toten oder lebendigen Japankäfer entdeckt?
Fotografieren Sie den Käfer von oben und von der Seite. Fangen Sie den Käfer ein, legen Sie ihn in einen dicht verschlossenen Behälter und bewahren Sie ihn sicher auf, bis Sie eine Rückmeldung von uns erhalten haben. Melden Sie den Fund mit den Bildern der Fachstelle Pflanzenschutz:
So erkennen Sie einen Japankäfer
- Der Japankäfer ist nicht grösser als ein 5-Rappen Stück.
- Er hat fünf weisse Haarbüschel rechts und links sowie zwei grössere weisse Haarbüschel am Hinterteil.
- Die Flügeldecken des Japankäfers sind braun gefärbt und das Halsschild und der Kopf schimmern auffällig grün.
- Er wird zwischen Juni und September angetroffen.
- Verwechslungsgefahr: Der Japankäfer gleicht dem einheimischen Gartenlaubkäfer.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Bestimmungshilfe.
Karte Befallsherd & Pufferzonen
Vom Befallsherd betroffene Gemeinden:
- Thunersee-Südufer: Spiez, Wimmis.
Von der Pufferzone betroffene Gemeinden:
- Thunersee-Südufer: Spiez, Wimmis, Thun, Reutigen, Erlenbach im Simmental, Diemtigen, Reichenbach im Kandertal, Aeschi bei Spiez, Krattigen, Amsoldingen, Stocken-Höfen, Leissigen.
- Oberaargau: Wynau, Roggwil, Schwarzhäusern.
Wichtig: Viele Gemeinden sind nur teilweise vom Befallsherd oder der Pufferzone betroffen. Massgebend ist das auf der Karte abgebildete Gebiet.
Kartenmaterial
Massnahmen
Übersicht über alle Massnahmen: Allgemeinverfügung vom 29. April 2026